Auf der Suche | Regisseurinnen-Reihe: Verriegelte Zeit + Vorfilm

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Tue 18 February 2020
Tuesday 18 February 2020
6:00 PM - 10:00 PM
Ended

19 Uhr: VERRIEGELTE ZEIT (Sibylle Schönemann, D 1991, 94min, 35mm)+ Vorfilm: WER FÜRCHTET SICH VORM SCHWARZEN MANN (Helke Misselwitz, DDR 1989, 52min, 35mm) Einführung: Nora FreytagZum Hauptfilm:1990: Der Grenzübergang Wartha wird von Arbeitern, die ihn kurz zuvor noch ausbauten, abgerissen. 1985 wanderte die Regisseurin Sibylle Schönemann hier in die Bundesrepublik ein – als „amnestierte“, d. h. freigekaufte Strafgefangene aus der DDR. Denn ein Jahr zuvor hatte sie einen Ausreiseantrag gestellt und wurde daraufhin wegen „Beeinträchtigung staatlicher Tätigkeit“ verurteilt. In ihrem Film zeigt sie die Haftanstalten, in denen sie einsaß, und dokumentiert Gespräche mit Beteiligten ihres Strafverfahrens, darunter Richter, Schöffen und Vollzugsbeamte, Mitarbeiter der Staatssicherheit sowie ihr einstiger Vorgesetzter, der DEFA-Generaldirektor Mäde, und Rechtsanwalt Wolfgang Vogel, der schließlich ihre Freilassung bewirkte. Doch nicht jeder ist gesprächsbereit … Aus einer unabweislich subjektiven Position offenbart Sibylle Schönemann die Wirkungsweise eines gesellschaftlichen Systems und erzählt im Dialog mit einer Mitgefangenen über den psychischen Druck und die Verletzungen, die er bewirkte. In beklemmenden Begegnungen, bei denen sich die Befragten selbst von aller Verantwortung für zugefügtes Unrecht freisprechen, stellt sie sich dem schmerzhaften Prozess der Aufarbeitung. (via Berlinale Retro 2019)Zum Vorfilm:Eine private Kohlenhandlung im Ostberliner Stadtteil Prenzlauer Berg im Winter 1988/89. Die resolute Chefin führt mit Witz und Verstand das Regime und genießt den Respekt ihrer sieben männlichen Angestellten. (...) Auf unbedingte Authentizität bedacht und darum in „antiquiertem“ Schwarzweiß gedreht, dokumentierte der Film ein bald darauf anachronistisches Gewerbe – und wurde darüber zur Bestandsaufnahme gesellschaftlicher Widersprüche, wenige Monate vor der politischen Wende in der DDR. (via Berlinale Retro 2019)Zur Reihe AUF DER SUCHE:Auf der diesjährigen Berlinale richtete die Deutschen Kinemathek die Retrospektive „selbstbestimmt – Perspektiven von Filmemacherinnen“ aus. Knapp fünfzig kurze und abendfüllende Spiel- und Dokumentarfilme von 1968 bis 1999 repräsentierten das Schaffen etablierter wie vergessener Filmemacherinnen der DDR sowie der Bundesrepublik Deutschland vor und nach 1990. Das Luru Kino in der Spinnerei zeigt mit der Reihe AUF DER SUCHE (Sept. 2019 – Mai 2020) eine verdichtete Auswahl des Programms im monatlichen Turnus. Ein Anliegen ist es, sowohl ein ausgewogenes Verhältnis von Spiel- und Dokumentarfilm als auch digitalen und analogen Projektionen (35mm und 16mm) zu präsentieren. Aus dem besagten Konvolut ist eine Auswahl an elf Filmen aus allen drei Länderkinematographien getroffen worden, die der inhaltlichen wie formalen Diversität dieser Geschichte des deutschen Films gerecht zu werden versucht.Die Ausrichtung der Filme reicht dabei von experimentellen Spiel- und Dokumentarfilm-Synthesen über politisch-investigative Zeitdokumenten bis hin zu feministischer Sozialkritik und populäreren Stoffen, wie Coming-of-Age- und Großstadt-Geschichten. Häufig stehen Protagonistinnen im Zentrum des Filmgeschehens, die sich auf der Suche befinden – sei es physisch oder innerlich. Nach Orten der Kindheit, der unerreichbaren Ferne, politischer Zugehörigkeit, Gerechtigkeit, freieren Lebensweisen und der Liebe. ---Überblick zu den weiteren Terminen (dienstags 19 Uhr):17. März: Im Inneren des Wals (Doris Dörrie, BRD 1985, 97min, 35mm) Einführung: Tilman Schumacher14. April: Etwas tut weh (Recha Jungmann, BRD 1980, 72min, DCP) Einführung: Melanie Albrecht12. Mai: Nie wieder schlafen (Pia Frankenberg, D 1992, 92min, 35mm) Einführung: Paul BrakmannZusammengestellt von Tilman SchumacherTicket: 7€ regulär, 6€ ermäßigt.

4413 Views - 19/02/2020 Last update
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luru kino in der spinnerei, leipzig, 4179, de

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