Dominic Miller Stings Sideman & Band Absinthe Tour 2020

Wednesday  12 February  2020  8:00 PM    Wednesday  12 February  2020 11:59 PM
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Last update 25/08/2019
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Mit "Absinthe" hat der Gitarrist Dominic Miller ein Album geschaffen, das von einer wirklich besonderen Atmosphäre geprägt ist. "Den Titel hatte ich schon im Kopf, bevor ich überhaupt damit anfing, irgendwelche Stücke zu schreiben", verrät Miller in seinen Linernotes. "Ich lebe in Südfrankreich und finde den Impressionismus faszinierend. Scharfes Licht und hexenhafte Mistralwinde in Kombination mit starkem Alkohol und heftigen Katern müssen einige dieser Künstler in den Wahnsinn getrieben haben. Der Himmel ist grün, Gesichter blau, die Perspektive verzerrt." Während Millers erstes ECM-Album "Silent Light" ganz im Zeichen intimer Solo- und Duo-Einspielungen stand, präsentiert "Absinthe" den Gitarristen mit einem Quintett, das seinen stets lyrischen Kompositionen eine robustere Struktur gibt. Ein wesentliches harmonisch-melodisches Gegenstück findet Miller, der abwechselnd an mit Nylon- und Stahlsaiten bespannten Akustikgitarren zu hören ist, hier im Bandoneón des Dino-Saluzzi-Schülers Santiago Arias. Sehr viel Lebendigkeit erhält die Musik durch das Schlagzeug von Manu Katché, der über Jahre hinweg Millers Kollege in der Band von Sting war. Mike Lindups (Level 42) Keyboard-Töne verleihen Highlights wie dem Titelstück eine geisterhafte Note, während der Bassist Nicolas Fiszman dem Sound Bodenhaftung gibt. Miller selbst beschrieb die JazzTimes einmal als einen Gitarristen, der "jede Note und die Pausen zwischen ihnen auskostet und seine Finger flüsternd über die Saiten gleiten lässt". "Absinthe" wurde nicht nur in Südfrankreich konzipiert, sondern dort auch von Miller mit der Band und Produzent Manfred Eicher im Studio La Buissonne in Pernes-les-Fontaines aufgenommen. Das Ambiente war ideal, sagt Miller: "Es ist eine wirklich tolle Atmosphäre, um zu arbeiten. Und ich liebe die Kooperation mit Manfred - er ist ein echter Produzent. Ich muss immer wieder an die inspirierende Authentizität der Platten denken, die er mit Egberto Gismonti gemacht hat. Sie waren für mich immens wichtig..." "Die ursprüngliche Idee bei meinen beiden ECM-Alben, und vor allem bei diesem neuen, war, dass ein Song wie ein einfaches Selfie sein kann", erläutert Miller. "Aber sobald wir gemeinsam daran gearbeitet haben, wird das Stück zu diesem üppigen fotografischen Stillleben, das all die Licht- und Schattenseiten des Lebens reflektiert. Manfred hilft, die Essenz der Musik zum Vorschein zu bringen und lockt uns dabei oft aus unseren Komfortzonen heraus. Aber damit habe ich überhaupt kein Problem - wir haben jeden Song im Studio neu überdacht, neugestaltet und neu interpretiert. Ich habe im Laufe der Jahre etwa 250 Pop- und Rock-Platten gemacht, und dabei geht es oft darum, sogenannte Perfektion zu erreichen. Aber Manfred strebt diese Art von Perfektion nicht an."

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